Belarus

Belarus ist eine andere Bezeichnung für das Land Weißrussland. Die Republik Belarus liegt zwischen den baltischen Staaten und der Ukraine und verbindet Russland und Polen miteinander. Die Republik Belarus ist heute ein eigenständiger Staat.

Dies war nicht immer so. Im ersten und im zweiten Weltkrieg befand sich die Hauptfrontlinie in diesem Land. Dieses Land ist immer ein Durchgangsland für viele Kriege gewesen. Die Folgen für die Bevölkerung waren eine ständige Fremdbesetzung anderer Herrscher, ein ständiger Machtwechsel, eine häufig wechselnde Landessprache und eine nur schwer zustande kommende eigene Identität und Unabhängigkeit des Landes von anderen Machthabern. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, der Staat ist fast bankrott und die Katastrophe vom 26.04.1986 in Tschernobyl belastet das Land und die Bevölkerung in hohem Maße.

70% des radioaktiven Fallouts sind in diesem Land abgeregnet und machen Teile des Landes unbewohnbar, zerstören menschliches Leben. Obwohl die Hauptstadt Minsk nur 1100 Kilometer östlich von Berlin entfernt ist, wissen die meisten hierzulande kaum etwas über das kleine Land. Seine Größe beträgt 207 000 Quadratkilometer, zum Vergleich: Deutschland hat eine Flächevon 357 000 Quadratkilometern. In Belarus leben nur etwa zehn Millionen Menschen, darunter Vertreter von mehr als 100 Nationalitäten. Die meisten Einwohner sind Angehörige der Belarussischen Stammnation. Ein Fünftel davon lebt in der Hauptstadt des Landes, in Minsk.


Die Teilnehmenden am Jugendworkcamp leisten:
  • durch aktives Bauen einen Beitrag zur Verständigung unserer beiden Völker bei Kriegsüberlebenden im Alter zwischen 70 und 100 Jahren, zwischen der jungen und älteren Generation.
  • an 12 Tagen jeweils 8 Std. Arbeitszeit.
  • durch Zeitzeugen-Befragungen einen Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung zwischen Belarussen, Juden und Deutschen.
  • durch aktive Spurensuche und Auffinden von Holocaust-Überlebenden einen Beitrag gegen dasVergessen und setzen Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus.

Humanitäre Hilfe

Seit 1996 finden jährlich Jugendworkcamps von der Ev. Jugendregion Bünde-Ost in der Republik Belarus, im Narotschgebiet / Lepeler Gebiet, im Norden von Belarus statt. Mit dem jährlich stattfindenden Baueinsatz der Bünder Jugendlichen, in Zusammenarbeit mit der belarussischen Gruppe und dem deutschen Verein "Heim-statt Tschernobyl e.V" und dem belarussischen international gemeinnützig anerkannten Verein "ÖköDom", leisten wir seit Jahren einen wertvollen Beitrag zur Verständigung unserer beiden Völker. Friedens- und Versöhnungsarbeit sind Ziel und Inhalt unseres gemeinsamen Schaffens und Arbeitens. Unser Baueinsatz dient in erster Linie alten, hilfsbedürftigen, allein-lebenden Menschen die niemanden haben, der sich um sie kümmert und ihnen Hilfe und Unterstützung anbietet.


Wir leisten gemeinsam:
  • humanitäre Hilfe bei alten allein-lebenden Menschen durch einen praktischen Baurenovierungseinsatz
  • Aufarbeitung deutsch-weißrussischer Geschichte, durch Begegnung mit Zeitzeugen
  • einen Beitrag gegen Rassismus durch die konkrete Spurensuche von und mit Holocaust-Überlebenden


Weitere Informationen
JuKi Herford

>> Zur Internetseite JuKi Reisen


Internationales Jugendworkcamp
>> Zur Internetseite vom IJWC


Heim-statt Tschernobyl e.V.
>> Zur Internetseite

Evangelische Jugend Bünde-Ost

Wehmstraße 7
32257 Bünde
Telefon: 05223-44388
05223-4740 (Ulrike Jaeger)
info@ev-jugend-buende-ost.de


Dünne
Spradow Kirchengemeinde
Lydia Gemeinde Bünde
AFJ Herford