One Way - Der Gottesdienst für Dich

Musikalischer Einsatz im Museum

Viele Besucher konnten bisher bei allen One-Way-Gottesdiensten der Lydia-Gemeinde begrüßt werden. Für den One-Way-Gottesdienst hat die One Way-Band viele moderne Worship-Songs einstudiert. Mit einem solchen Andrang wie beim letzten Mal hatte aber wohl niemand gerechnet. Viele der mehr als 150 – vor allem jugendlichen – Besucher mussten sich im Bünder Museum zunächst einmal einen Sitz- oder schließlich auch Stehplatz organisieren.

Der Grund dürfte zum einen in dem etwas ungewöhnlichen Ort für einen Gottesdienst gelegen haben – eine solche Veranstaltung mitten im Museum gibt es schließlich nicht alle Tage. Vor allem aber dürften viele gekommen sein, um sich von Jugendreferent Christian Stöppelmann zu verabschieden. Denn der hat am Donnerstag den letzten Gottesdienst dieser Art gestaltet, ab der kommenden Woche zieht es ihn an seine neue Arbeitsstelle in Recklinghausen.

Bünde verlässt er dabei nach zwei Jahren, in denen er viele neue Ideen eingebracht und Strukturen geschaffen hat. »Unter anderem hat er das Konficamp am Alfsee ins Leben gerufen«, blickte Katrin Drees aus der Gemeinde auf eines von vielen Projekten zurück, die Stöppelmann initiiert hat. Auch Ausflüge in Freizeitparks, Mitarbeiter-Schulungen oder die Gründung eines regionalen Mitarbeiter-Kreises gehören zu der langen Liste an Projekten, die durch Stöppelmann mit neuen Strukturen versehen oder ins Leben gerufen wurden. »Er ist ein absolutes Organisationstalent«, sagte Drees.

Vor allem Freizeiten in den Ferien haben ihm immer besonders am Herzen gelegen. »Daraus habe ich immer vieles mitgenommen, konnte aber auch ganz vieles weitergeben«, sagte er. Nun aber freut er sich auch auf seine neue Aufgabe: »Ich bin gespannt, was mich auf dem Weg dort alles erwarten wird.« Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres soll ein Nachfolger für den Jugendreferenten gefunden werden, schon jetzt steht aber fest, dass die Reihe der One-Way-Gottesdienste weitergehen wird. Im Frühjahr soll es dafür ins Kino BüLi gehen.

Blaulicht Gedanken

BÜNDE — Warum muss jeder Gottesdienst in einer Kirche stattfinden? Ihre „One Way“-Jugendgottesdienste feiert die Evangelische Jugend Bünde auch an ungewöhnlichen Orten: in einem Freibad, in einer Friedhofskapelle und jetzt am Freitag, dem 9. März in der Wagenhalle des DRK in Bünde. Mehr als 100 Jugendliche – zumeist Konfirmandinnen und Konfirmanden der Lydia-Kirchengemeinde – nahmen daran teil.

Während in einem Teil der Halle noch Einsatzfahrzeuge und Anhänger des DRK standen, war der vordere Teil freigeräumt worden für einen kleinen improvisierten Altar, Bankreihen eine Videoleinwand und eine Lichtanlage. Außerdem war Platz geschaffen worden für die siebenköpfige Band, die den Gottesdienst musikalisch gestaltete. Meist waren es bekannte Lieder aus dem Worship-Bereich wie „Wo du wohnst“, „Blessed be your Name“, „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ und „Segne uns oh Herr“, am Ende aber erklang auch das relative neue und textlich und musikalisch anspruchsvolle Lied „Warum feiern wir nicht?“

Mit Jolina und Sarah führten zwei Mitarbeiterinnen der Evangelischen Jugend durch den Gottesdienst – und die beiden hielten auch die kurze Predigt. Zu der führten hin Bilder, Interviews und Aktionen: Bilder von Menschen, die anderen helfen, Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK, die von ihrem Engagement berichteten, und eine Aktion, bei der Jugendliche andere Jugendliche mit Trage oder Rollstuhl durch die Halle bewegen sollten – Beispiele für alltägliche Hilfe. In ihrer Predigt beschrieben die beiden Mitarbeiterinnen die Notwendigkeit mitmenschlicher Hilfe und luden die Jugendlichen zum Engagement auf – zogen dann aber Parallelen zu Gottes Handeln: „So wie das DRK und andere Hilfsorganisationen helfen, so hilft uns auch Gott.“

An den wandte sich dann das Fürbittengebet, das Mitglieder des Gottesdienstkreises zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DRK sprachen. Nach Vaterunser, Segen und Ausgangsmusik gab es für die jugendlichen Besucher noch Durstlöscher, Karten mit der Jahreslosung und – für viele besonders wichtig – Unterschriften, die den Gottesdienstbesuch bestätigen. Denn der Besuch der Gottesdienstreihe gehört auch mit zum Konfirmandenunterricht in der Lydia-Gemeinde.

„Wir haben ein Konfi-Heft entwickelt, in dem spezielle Felder für die One-Way-Gottesdienste sind“, sagt Jugendreferent Christian Stöppelmann, der mit einem Kreis von derzeit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gottesdienste vorbereitet und organisiert, sich in der Durchführung meist im Hintergrund hält und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agieren lässt.

„Die One-Way“-Reihe hat sich gut entwickelt“, sagt der Jugendreferent. Zunächst fanden die Gottesdienste in der Arche Noah statt, dazu kam jetzt der Wechsel an anderer Orte. Eine Zielgruppe sind die „Konfis“, aber nach Willen des Vorbereitungsteams soll es dabei nicht bleiben: Auch andere, die alternative Gottesdienstformen suchen, sollen angesprochen werden. Und so wird der nächste One-Way-Gottesdienst wieder in einer Kirche stattfinden – als Kooperation mit dem Familiengottesdienst „Laurentius um 11“. 


Jugendgottesdienst im Freibad

OneWay

Der nächste One Way Gottesdienst wird am 18. März 2019 um 18.00 Uhr im Bünder Lichtspiele Kino stattfinden.

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